Sonntag, 3. August 2008

Analyse des Traums in Hartmanns Iwein

Hartmann von Aue ist einer der frühesten namentlich bekannten Autoren in der mittelhochdeutschen Literatur. Seine höfischen Romane Erec und Iwein, seine religiöse Legende Gregorius und seine Versnovelle Der arme Heinrich, die alle viel gelesen und rezipiert wurden, sichern ihm eine herausragende Stellung unter den deutschen Autoren des Mittelalters.

Die höfischen Romane entstanden nach der Vorlage des altfranzösischen Dichers Chrétien de Troyes. Im Iwein, dessen Entstehungszeit auf ca. 1200 geschätzt wird, erringt der titelgebende Held unter zweifelhaften Umständen die Gunst der Herrin Laudine. Er verlässt sie, um auf aventiure zu gehen und verspricht, spätestens zu einem gewissen Zeitpunkt wieder zurück zu sein. Er versäumt die Frist und wird darüber von einem so großen Schuldgefühl erfasst, dass er seine Tage fortan als wahnsinniger wilder Mann im Wald verbringt. Wieder geheilt, erscheint ihm sein früheres Leben wie ein Traum. Auf einem neuen sinnhaften aventiure-Weg gelingt es ihm, Laudines Gunst dauerhaft und wahrhaftig zu gewinnen.

Im Sommer 2007 analysierte ich diesen Traum, der für die entscheidende geistige Wende im Werk steht.

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